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Om Shanti – Wie Yoga in meinem Alltag unterkommt

Ich habe schon in einigen Texten anklingen lassen, dass Yoga mir immer wieder hilft, zu mir zu finden. Vor allem in der Zeit letzten Sommer, als ich keine Energie mehr für nichts hatte und meine normalen sportlichen Tätigkeiten außer Frage standen. Wenn du schonmal pfeiffersches Drüsenfieber hattest oder mal eine 92-Jährige beim Treppensteigen beobachtet hast, pack noch eine Ganzkörperpackung Gänsehaut drauf und du kannst dir so ungefähr vorstellen, wie es mir an den meisten Tagen ging. Trotzdem wollte ich natürlich nicht nur zu Hause rumhängen wie ein Wurm. Es gab Tage an denen ich fit war, Tage an denen ich nichtmal (okay, nur ein mal) Gänsehaut hatte. Die meisten Tage hatten eine Sache gemein: ich bin aufgewacht und hatte den Drang anzukommen. Im Tag und in meinem Körper. Und genau hier kommt für mich, auch jetzt noch, Yoga ins Spiel.

Om – Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele
Shanti – Frieden, inneres Gleichgewicht, das Gefühl von Glück und Harmonie, die Befreiung von Ängsten und Konflikten.

Für eine gesamte Yoga-Session hätte die Energie meistens nicht gereicht und außerdem hätte ich auch dann meistens kein Studio zur Verfügung gehabt. Ich hatte vorher schon einige Yoga- und etwa doppelt so viele Pilateskurse besucht, die Grundkenntnis der Bewegungsabläufe war also gegeben. Durch meine jahrelange Erfahrung in Ballett und anderen Tanzstilen, kann ich mir Bewegungsabläufte et cetera gut merken. Aber so ein richtiger Yoga-Pro war (und bin) ich selbstredend nicht!

Wie habe ich unerfahrenes Yoga-Häschen es dann geschafft, mit Yoga in den Tag zu starten – egal ob ich in Italien, Freiburg, Friedrichshafen oder Berlin war? Ein Hoch auf die Digitalisierung kann ich da nur sagen!

The Magic Motivator: Die Yoga-Matte

Ich würde es mir selbst nicht glaube, wenn ich es nicht besser wüsste: es hilft ungemein, wenn man eine Yoga-Matte hat. Nachdem ich ein Yoga-Bild ohne Matte auf Instagram gepostet hatte, erhielt wenige Tage später den folgenden Brief von einer sehr guten Freundin ins Büro:

Ich habe das als Gag interpretiert und mir keine weiteren Gedanken dazu gemacht – bis weitere zwei Tage später ein langes Paket mit meinem Namen bei der Arbeit eintrudelte: eine rosa Yoga-Matte! Und tatsächlich: seit ich diese Matte hatte, ist es mir viel leichter gefallen, mich morgens nach dem Aufstehen einfach vom Bett auf die Matte, statt auf den kalten, harten Boden oder einen kratzigen Teppich zu rollen.

The Teacher: Get your App-Game on

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf Asana Rebel gestoßen bin. Aber die App kam für mich im perfekten Moment, denn ich hatte, wie gesagt, weder genug Energie für 60 bis 90 Minütige Kurse, noch ein geeignetes Yoga-Studio in der Nähe. Asana Rebel bietet verschiedene „Workouts“, die zwischen fünf und maximal 20 Minuten lang sind. Es gibt kostenlose Workouts, die eine kleine Bandbreite von „Flexibility Hangout“ hin zu „Full Body Workout“ bieten und einen kostenpflichtigen Bereich der Routinen mit Titeln wie „Yoga für mehr Creativität“, „Energy Booster“, „Restore and Relax“ oder eben auch „Übungen für besseren Sex“. No kidding.

Mir hat die App ungemein geholfen, da ich, abhängig von meiner Energie, nur eines oder eben mehrere Routinen hintereinander machen konnte und so die ganzen Basics des Yogas kennen gelernt habe.

Wenn man eher nach einer richtigen Yoga- oder Pilates-Stunde für zu Hause sucht, ist die Website beziehungsweise App Gaia mega gut. Hier kann man aus unheimlich vielen verschiedenen Leveln, Lehrern und Stilen wählen und eine ganze Yoga-Stunde mitmachen.

In Berlin habe ich die letzten drei Monate dann viele Kurse und Lehrer ausprobiert und viel dazu gelernt – denn es hat natürlich einen Grund, warum man ganze Fortbildungen und Ausbildungen im Yoga machen kann. Aber da ich jetzt ja wieder zurück in Friedrichshafen bin, bin ich dankbar und froh um die Apps und Dinge, die ich gelernt habe. Meistens mache ich inzwischen gerade die Übungen, die ich glaube zu brauchen und die mir in den Sinn kommen. Zum Abschalten ist es aber tatsächlich auch super gut, wenn dir die Stimme eines Lehrers dich durch die Übungen führt und daran erinnert, deinen Bauch anzuspannen, deine Schultern unten zu Halten und deine Füße im richtigen Moment zu flexen oder zu strecken.

Mir hat Yoga endlich wieder ein gesundes Körpergefühl gegeben. Hier bin ich nur bei mir, achte nicht darauf, was die anderen machen, oder ob ich gerade total bescheuert aussehe. Seit ich entdeckt habe, wie befreiend laute Atmung oder auch die spirituellen Sprüche und Gesänge des Yoga sein können, ist auch das mir kein Stück unangenehm mehr. Ich bin einfach bei mir selbst. Ich mache das, wozu mein Körper sich an dem Tag fähig fühlt. Ich pushe mich, aber höre gleichzeitig in mich rein. Das tut einfach unheimlich gut!

Das habe ich auch beim Shooting für diese – wie ich finde fantastischen – Bilder gemerkt: Zwar bin ich hier (logisch) nicht so richtig in den Flow gekommen, musste aber die Positionen länger als gewöhnlich halten. Constantin hat sich fantastsich viel Zeit genommen, ist um mich rumgesprungen, hat Objektive gewechselt wie ein Weltmeister und hat mit einem bewundernswerten Auge fürs Detail die perfekten Winkel gesucht und mir Anweisungen gegeben! ? Er ist bei uns an der Uni schon nach nur einem Semester der Star-Fotograph – andere seiner Bilder könnt ihr hier und hier auschecken. Ich habe heute noch nicht alle Bilder verbraten – eines durftet ihr ja schon im Valentinstags-Post bewundern. Ich habe viel zu viel Spaß damit, meine Photoshop-Skills an den Bildern auszutoben. Was denkt ihr?

Wie steht ihr zum Yoga? Macht ihr es auch gerne zu Hause und habt ihr euren Lieblings-Stil schon gefunden? Ich bin noch total am rumprobieren!
Oder habt ihr einen anderen Sport gefunden, der euch total zu euch selbst geführt hat? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Mit viel Liebe, Glitzer und Om Shanti!

Dear me, be my Valentine! Love, I

Diesen Text habe ich vor einem Jahr schon einmal auf meinem damaligen Blog geteilt. Weil er nicht an Aktualität verloren hat und ich ihn nicht nur schön (hihi Eigenlob), sondern auch wichtig finde, schenke ich ihn euch diesen Valentinstag einfach noch einmal!

Ja, schon klar. Der Valentinstag ist eine Erfindung der Floristikindustrie und der Pralinenhersteller, um uns allen das Geld aus der Tasche zu ziehen. So what? Wir müssen ja nicht mitmachen! Aber irgendwie schon ein bisschen, finde ich…

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Beim Thema Valentinstag, aber auch Mutter-, Vater oder sonstiger-Besonderheiten-Tag wird mir oft entgegengeworfen, dass man seinen Liebsten, Mutter, oder Vater doch jeden Tag lieben solle und man dafür keinen besonderen Tag brauche. Ja. Ja, das stimmt! Und auch ich habe heute nichts außergewöhnliches mit meinem Freund unternommen. Statt zu seinem vorgeschlagenen Date zuzusagen, habe ich meine Freunde zusammengetrommelt und einen Tisch zum Brunchen reserviert. Es stimmt, wir brauchen keinen Valentinstag, um uns Blumen und Schokolade zu schenken. Wir brauchen ihn auch nicht, um uns ganz besonders lieb zu haben. Wenn ich jemanden heute mehr liebe als sonst, dann mache ich irgendetwas gewaltig falsch. Klar, wir können uns jeden Tag im Jahr Schokolade schenken und mit Liebeserklärungen um uns werfen. Aber let’s be honest – wir tun es nicht. Oder viel zu selten.

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Daher finde ich es schön und vor allem wichtig, einen Tag zu haben, an dem wir erinnert werden, an das wunderschöne Geschenk, dass wir Liebe nennen. Nicht nur die Liebe zum Partner. Die zu unseren Freunden. Unserer Familie. Meinetwegen Haustieren. Und uns selbst.

Wie ihr spätestens den GIFs entnehmen könnt, liebe ich – Klischeegemäß – Sex and the City und bin auch peinlich stolz darauf, schon das ein oder andere Mal mit Carrie verglichen worden zu sein. Was mich allerdings bei Zeiten ungeheuer an den Mädels in meiner liebsten Stadt gereizt hat: es geht immer nur um Männer! Gut, sonst wäre ja auch der Sinn verfehlt. Doch es wird mir und all meinen Leidensgenossinnen doch Eines am stärksten vermittelt:

Du kannst so viele Schuhe haben wie du willst – am Ende des Tages geht es doch nur darum, deinen Traummann zu finden!

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Und das finde ich falsch. Wie oft dachte ich mir schon (früher, als ich noch jung und dumm und unerfahren war, hihi): „Oh, wenn ich nur einen Freund hätte, dann wäre ich endlich glücklich.“ oder „Wie soll ich mich lieben, wenn es auch kein anderer kann?“ Nach außen hin war ich immer meistens selbstbewusst, schlagfertig und voll im Reinen mit meinem leichten Dachschaden. Und als ich mir mit meiner aufgeschlossenen, quirligen Art tatsächlich mal ein Kerlchen angelacht hatte, durfte der dann meine verletzliche, unsichere Seite kennenlernen. Bis ich mir eines Tages von meinem „Freund“ vorwerfen lassen durfte, dass ich nicht das Mädchen sei, in das er sich verliebt hätte. So verletzlich und so unsicher. Er hätte mich toll gefunden, weil ich so selbstbewusst und unkompliziert war und nicht so, wie ich dann eben war. Toll. Das fand mein Teenager-Herzchen natürlich wahnsinnig reizend. Die „echte Vic“ ist nicht liebenswert.

Falsch.

Meine beste Freundin und ich haben uns den Begriff „Marzipanherzen“ angeeignet – da beißt vielleicht mal einer ein Stück ab, aber dann wird das Herz halt einfach mal neu geformt. Oder mit Schokolade aufgefüllt. Yum! Soll heißen: Ich habe gemerkt, dass ich sehr wohl liebenswert bin, aber vor allem dann, wenn ich mich selber liebe. Im nachhinein betrachtet weiß ich auch, dass der Kerl damals sowieso von hinten bis vorne eher suboptimal (pour moi) war. Aber klar, ich war nicht die, die er erwartet hatte. Ich dachte, dass wäre voll okay so. Aber im Grunde hab ich das gemacht, was so viele andere Mädels auch machen, weil sie denken, es zu müssen: ich habe mich verstellt, um zu gefallen. Nur, dass ich verstellt hätte bleiben müssen, das hat mir keiner gesagt. Und das hätte ich auch irgendwie echt total blöd gefunden.

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Trotzdem kann ich von mir behaupten, mein selbstbewusstes Ich nie abgelegt zu haben. Ich habe es nur hin und wieder aus den Augen verloren. So stand in der Abizeitung auf meiner Seite der Kommentar: „Denkst manchmal, Du bist die Coolste auf der Welt.“ Ja, manchmal bin ich vielleicht auch gerade mal spontan die Coolste auf der Welt. Aber ich habe auch gelernt, durchsichtiger zu werden. Bin auch von innen stark geworden, das Selbstbewusstsein ist – meistens – keine Fassade mehr.

Im Zeitalter der Selbstoptimierung habe auch ich mich wieder verloren. Diesmal: „Wenn ich die-und-die Kleidergröße habe und so-und-so viel wiege, dann fühle ich mich endlich wieder wohl!“ Bullshit. Je dünner ich geworden bin, desto mehr Fehler habe ich an mir entdeckt. Und es ging noch weiter. Je mehr ich abgenommen habe, desto weniger Kerle habe ich an mich ran gelassen. Mein Selbstbewusstsien hat sich zusammen mit meiner Körpermasse verflüchtigt. Sich selbst okay zu finden, wie man ist – sich darüber hinaus auch noch zu lieben – ist schwer. Vor allem in einer Zeit in der wir jeden Schritt zählen, jede Kalorie messen und mit jedem Workout prahlen können. Und wie ich aus dem Teufelskreis rausgekommen bin, ist einen ganz eigenen Post wert. Heute bin ich an den meisten Tagen glücklich mit mir, wie ich bin. Selbstbewusstsein kommt nicht mit der 34 auf dem Label. Aber es verschwindet, wenn es mal keine ist. Das müssen die Meisten aber selbst lernen.

Wir können nicht jeden Tag des Jahres und twentyfourseven vor Selbstbewusstsein und Liebe zu unseren schrägen Persönlichkeiten, Körpern und Macken protzen. Es ist normal, sich mal unwohl zu fühlen, Zweifel zu haben und den Boden unter den Füßen zu verlieren. Doch am Ende des Tages sind wir es, die mit uns selbst klar kommen müssen. Vor allen anderen Menschen und Dingen und Problemen können wir über kurz oder lang wegrennen. Aber wir bleiben bei uns, also sollten wir da doch das Beste draus machen uns lernen, mit uns zu leben, uns selbst zu lieben. Oder?

Long story short: Kommerzieller Nutzen des Valentinstages schön und gut. Aber es ist doch wichtig einen Tag zu haben, an dem wir daran erinnert werden, dankbar zu sein. Dankbar für die, die wir lieben. Für die, die uns lieben. Dafür, dass es Liebe gibt, in unserem Leben, in dieser verrückten Welt. Und vielleicht auch daran, uns selbst ein bisschen mehr zu lieben…

In diesem Sinne, mit extra viel Liebe und Glitzer!

Think Pretty – Positive Energie gegen Winter-Depri

Ich bin als positiver Mensch geboren. Die Lieblingsgeschichte meiner Oma war, wie sie meine Eltern in den 90ern in den USA besucht hat und morgens in mein Zimmer gekommen ist, ich war vielleicht ein Jahr alt, damit meine Eltern weiter schlafen können. Statt, wie ein normales Kind, beim Aufwachen zu schreien, habe ich sie angestrahlt. Gelacht. Dieses Geschichte hat sie mir jedes Mal erzählt. Und auch heute lächle ich noch, wenn ich aufwache. Meistens auf jeden Fall – auch ich habe schlechte Tage.

Aber diese kleine Anekdote spiegelt sehr gut wieder, wie ich bis hierher durchs Leben gelaufen bin: mit einem Lächeln im Gesicht. Mit der Einstellung, dass alles halb so schlimm ist, wenn die Sonne scheint. Und wenn sie gerade nicht scheint, pulsiert in mir die Gewissheit, dass sie auch morgen wieder aufgehen wird. Denn auf Stürme folgen Regenbögen. Trotzdem hat auch mich die Winter-Depression gepackt. Und auch ich bin nicht immun gegen die Realität. Auch ich lag schon heulend und schluchzend in meinem Bett (oder der Korbschaukel am Spielplatz) und war der festen Überzeugung, dass sogar die schönsten Sonnenstrahlen nicht mehr für mich scheinen werden. Und auch ich leide unter der kalten Jahreszeit, der Winter-Depri, wie eine Freundin es nennt.

Es ist also der perfekte Zeitpunkt, mal ein bisschen positive Inspiration in den Raum zu streuen. Denn Negativität führt zu innerer Unruhe, erhöht unseren Stresspegel und raubt uns damit eine ganze menge Energie!

Nichts, was sich nicht ändern lässt

Wahrscheinlich die Grundlage: als positiver Mensch geht man immer davon aus, dass man etwas zum guten wenden kann. Für eine Veränderung brauchen wir häufig in erster Linie einfach eine Veränderung unserer Denkmuster und unserer Einstellung. Es lässt sich mehr über unsere Gedanken steuern, als wir glauben. Trust me!

Es liegt an mir

Als positiv denkender Mensch weiß ich, dass ich mit meinen Gedanken, wie gesagt, eine ganze Menge beeinflussen kann und dass andersrum auch meine Gedanken mich positiv oder negativ beeinflussen können. Statt mich daran aufzuhängen, wie schwer etwas ist, suche ich also Wege, wie ich es bewältigen kann.

Fehler? Halb so schlimm!

Viel zu oft lassen wir uns von kleinen Fehltritten die Laune verderben! Dabei liegt das Vergangene doch schon längst hinter uns und lässt sich nicht mehr ändern. Wir dürfen uns nicht von einmaligen Ausrutschern definieren lassen, sondern sollten versuchen, das Beste daraus zu machen: von ihnen zu lernen!

Challenge Accepted

Viele Menschen meiden Herausforderungen, aus Angst vor Fehlern und dem Versagen. Merkt ihr was? Genau! Nur, wer seine Comfort-Zone verlässt, kann dazu lernen und über sich hinauswachsen. Bei mir war das im Ballett der Fall: War ich in einer Gruppe, die meinem Können entsprach, war ich nicht motiviert, mich noch weiter zu verbessern – ich war ja schon eine der besten. In einer neuen Gruppe waren auf einmal alle besser. Soetwas kann zunächst sehr deprimierend sein, aber ich habe schnell gemerkt, dass das Können der anderen Mädchen mich hochgezogen und motiviert hat, schnell besser zu werden! Inspiration und die Motivation, über sich hinaus zu wachsen gedeihen nur, wenn wir uns selbst herausfordern!

Sei inspiriert!

Für viele bedeutet der Erfolg anderer, dass sie selbst versagt haben. Dabei ist es viel besser, sich von deren Erfolg begeistern zu lassen! Ich sehe das zum Beispiel bei Instagram: Für mich sind die vielen Bilder eine Motivation, eine Inspiration, jeden Tag das Beste aus mir heraus zu holen und übe rmich hinaus zu wachsen. Einige meiner Freunde sehen diese Bilder aber als Belastung, da sie etwas sehen, dass sie – ihrer Meinung nach – nicht erreichen können. Natürlich muss man, gerade bei Bildern, immer mit einer gewissen Portion Skepsis und Abstand an die Sache gehen.

Feedback annehmen

Ich habe es schon oft erlebt, dass Menschen sich nicht richtig trauen, ehrliche Kritik auszuüben und sich entschuldigen, wenn sie es tun. Dabei ist das das Beste, was passieren kann: nur wenn du weißt, was du noch  nicht so gut machst, kannst du es doch verbessern! Versuche also immer Feedback und Kritik konstruktiv anzuwenden! Für mich gibt es nichts größeres, als eine ehrliche Meinung direkt ins Gesicht gesagt zu bekommen. Denn wenn mich jemand beleidigen wollte, würde diese Person es wahrscheinlich eher hintenrum machen, als persönlich!

Das Beste aus Situationen machen

Viel zu häufig lassen wir uns von Situationen nerven, die wir nicht ändern können. Das raubt Energie und macht schlechte Laune, wovon die meisten Sachen nicht besser werden. Für mich ist das wie ein Spiel: egal wie schlecht eine Situation ist – was ist gutes an ihr? Wie kann ich das Beste aus der Lage machen, in der ich gefangen bin?

Auf das Mögliche konzentrieren

Es ist erfüllend, immer sein Bestes zu geben – sofern man sich im Rahmen des Möglichen aufhält. Für eine positive Grundhaltung ist es also ratsam, sich klar zu machen, was möglich ist und sich vom Unveränderbaren gar nicht erst beeinflussen zu lassen. So wird keine Energie darauf verschwendet, sich am Unmöglichen die Zähne auszubeißen und man kann 100% in seine Aufgaben / Ziele / Projekte stecken!

Dream Big

Okay, klar sollten wir im Rahmen des Möglichen denken. Aber auch, wenn es darum geht, uns zu erträumen, was alles möglich ist! Denn große Ziele und Visionen sind ein guter Leitfaden, um sich in eine richtige Richtung zu entwickeln.

Die Welt ist nicht schwarz und weiß

Was das mit Optimismus zu tun hat? Alles. Denn es gibt einen Lichtblick in allen Dingen. Sogar im Berghain ist nicht alles schwarz!

Love thy self

Positive Menschen strahlen Selbstbewusstsein aus. Und auch das hängt mit positiven Denkmustern zusammen. Hier eine Aufgabe: Suche in Menschen, die dir begegenen Schönheit. Gucke dir die Menschen an und überlege dir, was dir gefällt. Nase, Augen, Lächeln, Ohren oder Fingernägel, ganz egal! Und jetzt mach das bei dir selbst. Lenke deine Aufmerksamkeit jeden morgen auf das, was dir gefällt. We interessieren die Fältchen, wenn du so schöne Grübchen hast? Was macht die Narbe schon, dein Lächeln überstrahlt sie sowieso! Diese Übung hilft dabei, einen Blick für die guten Dinge zu entwickeln!

Dankbarkeit

Mit einem Blick für die schönen Dinge im Leben, kommt ein zweites gefühl einher, das Positivität fördert: Dankbarkeit. Durch sie machst du dir bewusst, wie gut es dir eigentlich geht und lernst, auch die kleinen Dinge zu schätzen!

Ich hoffe diese kleine Gedankenparade hilft dem einen oder der anderen von euch, die dunkle Jahreszeit ohne schwerwiegende Depri-Phasen zu überstehen! Habt ihr noch weitere Tips und Tricks, wie ihr die negativen Gedanken los werdet?

Mit viel Liebe, Glitzer und positiver Energie,

Endjahresgedanken – was ich aus dem alten Jahr mitnehme

„Zwischen den Jahren.“ Was heißt das eigentlich? Wir sind nicht mehr so richtig im alten Jahr. Wir sind rausgewachsen, wie ein Kind aus seinen Kleidern. „Over it“ wie über einen Ex. Mehr oder weniger. Denn ganz weg sind wir doch noch nicht, wir stecken noch fest. Die perfekte Zeit für Reflektion und Vorsätze.

Viele Menschen finden Vorsätze furchtbar nervig. Warum? Vielleicht aus Angst davor, sie ohnehin nicht durchzuhalten. Oder davor, sich die jetztigen Fehler und Angewohnheiten und Macken vor Augen zu führen. Da ich ein Menschlein bin, das viel und gerne reflektiert, gehören Neujahrsvorsätze für mich irgendwie einfach dazu. Doch die Reflektion des fast vergangen Jahres lehrt mich vor allem, dass eine einseitige Liste von Vorsätzen für mich nicht mehr aufgeht. So habe ich etwa alle drei Monate meinen Lebensmittelpunkt gewechselt und ließ eine Krankheit die nächste jagen. Und auch nächstes Jahr werde ich, insofern alles nach Plan verläuft, einen Monat in Berlin, vier Monate in der Uni, drei Monate in den USA und erneute vier Monate an der Uni verbringen – Globetrotting much?

Schon zum letzten Jahreswechsel ist mir aufgefallen, dass Vorsätzte für die nächsten 366 Tage zu fassen nicht wirklich sinnig ist. Also habe ich mir ein Jahresmotto gesetzt – Carpe Diem – Worte, die mich am Ball halten sollten.

Für das kommende Jahr ist mir das zu wenig. Daher möchte ich im nächsten Jahr monatlich Vorsätze fassen, reflektiert bleiben. Das klingt jetzt nach super viel und ein wenig überambitioniert. Wie will ich das schaffen? Häufig realisiert man einen Monatswechsel ja nur, weil plötzlich wieder das mobile Internet funktioniert und Geld auf dem Konto ist. Meine Hoffnung ist, dass mir mein Bullet Journal dabei helfen wird, meinen Vorsatz durchzubringen. Sind ja nur 12 Monate! Vielleicht hilft es mir auch, wenn ich zum Anfang jedes Monats meine Vorsätze mit Euch teile…

Ein kleiner Einblick in mein Bullet Journal

Das ist also mein Hauptvorsatz. Trotzdem gibt es noch Dinge, die ich mit ins Neue Jahr nehmen möchte – ins ganze Jahr:

Dankbarkeit.

Nicht aus den Augen verlieren, was mich glücklich macht, sondern diese Dinge zelebrieren, teilen und verbreiten.

Schreiben.

Für den Blog, das Praktikum und die Uni passiert das sowieso. Wofür ich mir mehr Zeit nehmen möchte sind meine Brieffreundin und mein Tagebuch. Denn in dieser Zeit wird mir häufig erst richtig bewusst, was mich im Moment tatsächlich bewegt, berührt und umtreibt. Und auch die Freude, die meine alten Tagebücher mir bereiten sind ein guter Grund, das Aktuelle mehr zu füllen.

Liebe.

Logisch nehme ich auch meinen Freund mit ins Neue Jahr, hoffentlich noch in einige. Aber das meine ich an diesem Punkt nicht. Dieses Jahr habe ich eine alte Liebe wiederentdeckt: die Liebe zu mir selbst. Lange habe ich einen Kampf gekämpft, an dem sich viele von uns immer wieder die Zähne ausbeißen und der bestimmt auch meinen Weg wieder kreuzen wird. Die letzten paar Jahre mochte ich mich nicht besonders. Vor allem mit meinem Körper war ich nie zufrieden. Und so ein richtiger Fan von mir selbst war ich auch nicht. Ich habe dieses Gedanken in mir vergraben und einfach ignoriert, mich einfach nicht mit mir alleine gelassen. Bis es mir dieses Jahr so blöd ging, dass ich quasi keinen Sport mehr machen konnte. Das Einzige war gut ging war Yoga, weil ich mir hier ganz Tagesabhängig meine Energie einteilen kann. Das kam mit zwei fantastischen Auswirkungen: erstens nehme ich mir beim Yoga Zeit für mich und meine Gedanken, statt mich wie in meinen bisherigen Workouts gedankenlos auszupowern (was aber auch richtig gut tut!). Und zweitens habe ich endlich, zum ersten Mal seit Jahren, ein gesundes Körpergefühl entwickelt und meinen Körper lieb gewonnen. Diese Liebe zu mir und zu meinem Körper möchte ich mit ins neue Jahr nehmen und so gut und lange wie möglich aufrecht erhalten und wachsen lassen.

Ich bin super gespannt eure Vorsätze in den Kommentaren zu lesen! Mein Plan wäre es, eine kleine Liste mit den schönsten Vorsätzen – sei es fürs neue Jahr, ein neues Semester oder einen neuen Monat – zusammenzustellen.

Mit viel Liebe, Glitzer und Dankbarkeit

Warum 2017 das Jahr der Freundinnen sein sollte

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige Twentysomething, die ihre Mädels vermisst. Einen festen Freundeskreis. Deren Mädels nicht GIRLS-Style, alle an einem Ort versammelt sind, sondern über das Land – vielleicht sogar über die Welt – verstreut sind. Genau deswegen freue ich mich so auf Weihnachten: die Mädels, die ich als „Clique“ zusammenfassen kann, von denen ich eine lieber mag als die andere und keine mehr als die vorherige, versammeln sich „zu Hause“. Denn gerade in der vorweihnachtlichen Stimmung wird mir zunehmend bewusst, wie wichtig diese Beziehung zu wahren Freundinnen wirklich ist.

Seit ich die Schule verlassen habe, den behüteten goldenen Käfig, der meine Freunde und mich beisammen hielt, sind meine Freundinnen wie Perlen in der Welt verstreut. Das ist okay, dank Social Media sowieso, aber auch schade. Wer macht denn mein Sex-and-the-City-Brunch mit mir? Bin ich einfach zu Seriengeschädigt? Egal wie, seitdem ich an keinem Ort länger als drei Monate am Stück ausharre, ist mir die Wichtigkeit von engen, guten Freundinnen extrem bewusst geworden. Freundinnen vor Ort, mit denen du die Welt entdecken und Abenteuer erleben und kuscheln kannst, sowie Freundinnen am Telefon, die dich kennen, seit du sie schief mit Zahnspange angegrinst hast, die dir zum ersten mal die Haare gefärbt und später auf der Party zurück gehalten haben, die deine ersten Schwärmereien und deine ersten paar High Heels miterlebt haben, die mit dir Schule geschwänzt haben, für dich gerade gestanden sind und sich mit dir krumm gelacht haben.

Im alltäglichen Chaos des ach so schönen “Erwachsen-werdens”, auf der Suche nach dem perfekten Outfit oder dem perfekten Date, der Jagd nach dem Traumjob oder der Traumwohnung verlieren wir schnell, wer uns bei all dem immer treu zur Seite steht. Wer uns auch ungeschminkt liebt, weil sie uns ungeschminkt am besten kennt. Wer uns treu bleibt, egal wie scharf die anderen Mädels sind. Wer mit uns bis spät in die Nacht Bewerbungen schreibt und hilft, uns zwischen drei identischen Photos das schönste auszusuchen. Wer sich die Gedanken anhört, die fürs Tagebuch zu peinlich sind. Für wen wir all das und noch viel mehr genauso tun würden, ohne mit der Wimper zu zucken.

Deswegen möchte ich, dass wir uns 2017 mehr Zeit für genau diese Menschen nehmen. Für unsere Freundinnen!

Weil sie unsere selbst-gewählte Familie sind.

Wir können uns unsere Familien nicht aussuchen. Unsere Geschwister und Eltern und was so dazu gehört sind entweder ein Jackpot (so wie bei mir!) oder eben nicht so Bombe. Aber Freundinnen können wir uns aussuchen. Das klingt jetzt offensichtlich und „Oh Vic, sei nicht so pathetisch.” Aber denkt mal drüber nach: Wenn euch eure Freundinnen nicht in den Kram passen würden, dann wären sie doch schon längst nicht mehr eure Freundinnen. Oder? Und wenn doch, dann solltet ihr ernsthaft über ein paar Lebensentscheidungen nachdenken. Denn schlechte Freundinnen sind etwas, womit wir uns tatsächlich nicht belasten müssen… mehr dazu in einem anderen Post! Und genau, wie wir unsere Freundinnen wählen, wählen auch sie uns. Daher ist es pures Gold wert, in Freundschaften zu investieren – etwas, das wir meistens automatisch tun, weil sie uns so wichtig sind. Diese Beziehungen sind vielleicht die authentischsten Spiegel, die uns gegeben sind. Unsere Freundinnen können und sollten unsere Felsen in der Brandung sein. Sie wissen alles von uns und lieben uns nicht trotzdem, sondern deswegen. Sie lieben uns wie kein Anderer – weil sie es sich so ausgesucht haben!

Mit Freundinnen die Welt entdecken macht einfach mehr Spaß!

Freundinnen sind wie Therapeuten – nur besser! Weil sie sich (1) mit uns betrinken, (2) kein Geld verlangen, (3) uns kennen, (4) mit uns unvernünftig sind und sich (5) nicht scheuen uns auch mal eine verbale oder tatsächliche Ohrfeige zu verpassen.

Zeit mit deinen Freundinnen zu verbringen can Depressionen vorbeugen. Der Blog „Women in the Fence“ veröffentlichte einen Artikel von Erica Diamond in dem sie eine wissenschaftliche Studie zitierte, die besagt, dass „Quality Time“ mit deinen Freundinnen dazu beiträgt, das Serotoninlevel zu heben. Serotonin ist ein sogenanntes Wohlfühlhormon, das gerne auch mit Schokoladenkonsum in Verbindung gebracht wird. Na dann 🙂

Diamond geht außerdem darauf ein, dass Frauen sich auf eine besondere Art und Weise miteinander verbinden, sie bauen sich Systeme auf, innerhalb welcher sie sich gegenseitig unterstützen und einander helfen mit Stress, schweren Situationen und Erfahrungen umzugehen.

Deine Mädels halten dich gesund! Häufig denken wir, dass wir uns und unseren Körpern etwas gutes tun, wenn wir trainieren und Sport treiben und dass wir unsere Zeit verschwenden und nur rumhängen, wenn wir mit unseren Freunden Zeit verbringen. Dass wir diese Zeit produktiver verbringen sollten. Gute Nachrichten: Das stimmt nicht! Die gleiche Studie aus Stanford belegt, dass es für unsere Gesundheit so schädlich ist, wie zu rauchen, wenn wir keine persönlichen Beziehungen mit anderen Menschen aufbauen und pflegen.

Egal ob ihr also gerade an euren Listen mit Neujahrsvorsätzen sitzt oder euch das neue Jahr überhaupt nicht juckt, lasst uns darauf einigen, dass wir das nächste Jahr nutzen, um unsere Beziehungen zu unseren Freundinnen aufzupolieren. Wie? Vielleicht indem ihr regelmäßig einen Tag im Kalender blockt – erste Freitag im Monat Ladydrinks, alle zwei Wochen Sonntagsbrunch oder oder oder… Indem ihr, bei zu großer Entfernung regelmäßig reminder für Telefonate oder Skype-Gespräche aufsetzt. Oder Brieffreundschaften. Oder indem ihr schon jetzt, wenn ihr an Weihnachten zusammensitzt den Mädelsurlaub für 2017 plant. Sonst noch Vorschläge? Leave a comment, ich freue mich riesig!

Mit viel Liebe und Glitzer,

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Let’s be adventurers! 8 Tips für mehr Abenteuer im Alltag

Meine wertvollen Wochenenden in Berlin verbringe ich größtenteils mit Entdeckungstouren. Stadtteile, Weihnachtsmärkte, Cafes, Kinos, Museen – okay, in ein Museum habe ich es leider noch nicht geschafft, aber you get the picture. Eine Stadt wie Berlin macht es einem nicht schwer, ein bisschen Abenteuer ins Leben zu bringen. Aber trotzdem erwische ich mich jetzt schon dabei, in das gute Cafe zu gehen, dass ich schon kenne und mag statt neue spannende Sachen zu entdecken. Ich denke das ist okay aber zeigt auch, dass wir uns immer wieder dazu anstupsen müssen, unsere Comfortzone zu verlassen.

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Sollten unsere Kinder irgendwann mal meckern `früher war alles viel besser, dann meinen sie damit jetzt.

Die Orsons sind schon schlaue Menschen. Dieser Ohrwurm holt mich regelmäßig ein. Regelmäßig, wenn ich das Gefühl habe, das mein Leben eher so vor sich her schwappt und die reißenden Strudel der Abenteuer mir abhanden gekommen sind. Kennt ihr das Gefühl?

To live is the rarest thing in the world. Most people exist, that’s all.

Auch dieses Zitat von Oscar Wilde treibt mich regelmäßig um. Lebe ich richtig? Oder existiere ich nur? Gerade unsere Zwanziger sollen doch eine Abenteuerreiche, aufregende, spannende Zeit sein. Eine Zeit in der wir Dinge erleben, unsere Herzen gebrochen werden, in der wir unvernünftig sind und lernen, wie Vernunft aussieht. In der wir drei Mal zu oft Ja sagen, um zu lernen, wann ein Nein okay ist. In der Wir Wein auf Bier trinken und Bier auf Wein und unsere Haare in Regenbogenfarben erstrahlen lassen, nur damit wir mit Vierzig kopfschüttelnd über die gute alte Zeit und unseren furchtbaren Geschmack lachen können.
Aber tun wir das? Viel zu oft erwische ich mich dabei, wie ich mich in der Bib verschanze, meinen Lebenslauf poliere, früh ins Bett gehe, weil ich morgen früh raus muss und die Vernunft mein Leben bestimmen lasse. Ich rutsche ins existieren ab. Bin ich die Einzige? Wenn ich mich so umschaue: Nein.
Aber wie mache ich mein Leben Abenteuerreicher? Ich habe ein bisschen nachgedacht und in unserem geliebten Internet gestöbert und eine kleine Liste für euch (und mich) zusammengestellt, um unsere Leben ein bisschen zu Abenteuerlicher zu machen.

(Ich weiß jetzt schon, dass meine Schwester sich furchtbar über diesen Text aufregen wird: „Aber das sind doch gar keine richtigen Abenteuer!“. Deswegen sage ich schon jetzt: „Doch! Leben, Alltag ist Abenteuer. Wenn man es richtig macht, kann jeder Tag ein kleines Abenteuer sein. Auch ohne Cowboys, Indianer, Vampire oder Hogwarts!“)

Let me be the Hot Sauce on your daily fries!

1. Adressiere deine Ängste
Was macht dir Angst und warum? Ist das eine berechtigte Angst oder kannst du dagegen vorgehen? Wie? Ich habe zum Beispiel eine enorme Angst vor Waffen. Ich denke, dass diese Angst berechtigt ist und auch keine, die mich im Alltag hemmt. Doch sogar wenn ich nur in Filmen oder an einem vorbeilaufenden Polizisten eine Waffe sehe, erstarre ich und werde nervös: ‚Was, wenn da aus versehen was passiert?‘ Das ist natürlich quatsch, so eine Waffe ist ja relativ Idiotensicher. Nichtsdestotrotz habe ich beschlossen, diese Angst zu adressieren und werde hoffentlich bald mit einem befreundeten Polizisten-in-spe schießen gehen, um mich meiner Angst zu stellen. Das bringt mich auch schon zum zweiten Punkt…

2. Tue regelmäßig etwas, das du noch nie getan hast
Ob das schießen, Nacktbaden oder Yoga ist, oder du einfach in das Museum/Cafe/Restaurant/Schwimmbad gehst, das zwar in deiner Stadt aber noch unbesichtigt ist: Verlasse deine ausgetretenen Routen, um Neue zu entdecken! Wer weiß, vielleicht ist dein Lieblingscafé ja doch nicht so gut wie das gegenüber? Es kann auch eine Stilveränderung sein. Trage Dinge im Alltag, die du dir sonst nur fürs Wochenende aufhebst. Kombiniere Stoffe und Muster anders, als du es gewohnt bist. Zum Beispiel indem du dein Kleid über statt unter deinem Pulli trägst. Oder die Socken ein Statement sein lässt.

3. Hinterfrage das, was du tust
Nehme dir deinen Kalender zur Hand und gucke dir deinen gewöhnlichen Wochen- und Tagesablauf an. Wo langweilt dich deine Routine? Was kannst du streichen? Weißt du bei manchen Dingen noch, warum du sie tust? Warum du dich mit bestimmten Kursen, die dich eigentlich nerven, noch rumschlägst? Mit bestimmten Gewohnheiten? Mit bestimmten Menschen?

4. Frage genauso: Warum nicht?
Oft sagen wir einfach aus Gewohnheit „Nein“ zu etwas. Warum eigentlich. Frage dich öfter: Warum nicht? Warum nicht an einem Mittwoch feiern gehen? Einen neuen Sport probieren? Übers Wochenende in eine andere Stadt fahren? Die Haare rosa färben, oder grau, oder grün färben?

5. Setze dir Challenges
Es klingt blöd, hilft aber wirklich. Setze dir einen Zeitraum und ein Ziel. Sei das, jeden Tag was an deinem Blog zu tun oder jeden Morgen zwei Liegestützen mehr zu machen. Oder bis in vier Wochen einen Kopfstand zu schaffen. Challenges geben uns einen Grund etwas zu tun, das eigentlich keines Grundes bedarf. Wie wäre es zum Beispiel mit der Challenge, jeden Tag aufzuschreiben, wofür man dankbar ist? Oder mit der, jeden Tag jemandem einen Gefallen zu tun?

6. Rede über deine Träume und Wünsche. Und erfüll sie dir vielleicht einfach mal selbst!
Gerade heute habe ich drüber nachgedacht, wie romantisch mal so ein Date wie im Film wäre: Das ganze Lokal für sich haben, weil man mit dem Inhaber befreundet ist oder das Ding einem gehört etc. Keine Ahnung, komischer Film-Moment eben. Und im nächsten Moment dachte ich mir: Warum machst du es nicht einfach? Gerade wir Mädels schauen so viele Filme mit „ooooh wie süß“-Momenten und denken darüber nach, wie romantisch das wäre, wenn das ein Mensch mal für uns machen würde. Warum machen wir es denn nicht einfach selbst? Du willst dein romantisches Traumdate aus deinem Lieblingskitschfilm? Oder das romantische Überraschungswochenende? Die coole Aktion bei der Überraschungsparty? Das kann dein Gegenüber doch nicht riechen! Deswegen überleg dir, ob du vielleicht einfach mal die Dinge selbst in die Hand nehmen solltest! Oder wenigstens deine Ziele und Wünsche ganz klar ansprechen solltest – und zwar nicht nur im romantischen Rahmen. Mit je mehr Menschen du über Dinge redest die dich beschäftigen, desto besser kannst du sie ausfeilen. Du weißt nie mit was für Tips, Erfahrungen oder Kontakten dein Gegenüber dich weiter bringen und inspirieren kann! Was mich zum nächsten Punkt bringt…

7. Sei neugierig!
Das liebe ich an Berlin: man redet einfach mit Fremden, lernt sie kennen – ungezwungen und ohne das blöde Gefühl jetzt noch seine Handynummer abgeben zu müssen. Ich habe mich alleine dieses Wochenende mit elf verschiedenen Fremden an verschiedenen Orten aus verschiedenen Orten unterhalten. Ohne auf einer Party gewesen zu sein! Die Bahn, Weihnachtsmärkte, Restaurants und Cafés, Haltestellen – irgendwas hat man mit den Menschen um sich immer gemeinsam und viele freuen sich schon, wenn einfach nur ein ehrliches, nettes Lächeln ausgetauscht werden kann. Ich profitiere ungemein von diesen kurzen, flüchtigen Bekanntschaften, da sie mir zeigen, wie viel Diversität sich in so einer Stadt versammeln kann und was andere Menschen antreibt. Das inspiriert mich, meinen eigenen Weg zu finden.


8. Spring ins kalte Wasser – worauf wartest du?

Ich hatte auf meinem Computer lange einen Spruch kleben: „If we wait until we are ready, we will wait for the rest of our lives.“ Ich glaube dieser Spruch ist sehr war: wirklich bereit sind wir nie! Worauf warten wir also? Sag den Menschen in deinem Leben, was du für sie fühlst. Schicke deine Bewerbung an deinen Traumjob. Oder deine Traumuni. Mehr als scheitern geht nicht!
Warum ich das alles loswerden musste? Weil es ein Zitat gibt, dass mich seit Jahren immer begleitet:

“ Maybe it’s not about the ending, but about the story. “

Denn was haben wir von einem krassen Happy End, wenn die Story stinklangweilig war? Ende heißt doch, dass es vorbei ist – oder?

Jetzt würde mich doch noch eines Interessieren: Bin ich die Einzige, die manchmal Angst hat nur vor sich hin zu existieren? Dass ihr Leben zu sehr von Gewohnheiten und Strukturen und Regeln gesteuert ist? Wie brecht ihr aus euren Mustern aus? Was sind eure Challenges? Ich bin super gespannt auf eure Kommentare!

Mit viel Liebe, Glitzer und Abenteuerlust!

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