Ich habe in meinen bisherigen Posts ja schon anklingen lassen, dass ich zunehmend mehr Wert auf nachhaltigen Konsum lege. Nachhaltig, das heißt, dass ich darauf achte, dass die Produkte die ich kaufe möglichst umweltfreundlich und fair produziert worden sind, dass ich recycle wo es geht und eine Liebe für Second-Hand entwickelt habe. Das bezieht sich nicht nur auf Mode, sondern auch auf Nahrung und Lebensmittel (also die nicht second Hand 😉 ), sowie auf Nutzgegenstände. Was ganz genau das bedeutet und wie es funktioniert könnt ihr hier als wunderbar mitverfolgen. Unter „Fair Basics“ möchte ich euch in verschiedene Aspekte einführen.

Die Frage, die ich hier und heute beantworten will ist: Warum? Warum entscheide ich mich für nachhaltigen Konsum und versuche damit auf Luxus zu verzichten, den ich mir eigentlich leisten könnte?

Zum einen, weil ich gemerkt habe, dass ich es immer schlechter mit meinem Gewissen vereinbaren kann Dinge zu kaufen, von denen ich weiß, dass andere Menschen dafür Leiden mussten. Dinge, die mir zwei Tage Glückseligkeit schenken und dafür Frauen und Kindern die Chance auf ein gesundes Leben, auf Bildung und auf all das was wir „normal“ nennen. Natürlich kremple ich nicht von heute auf morgen mein Leben um. Ich trage all meine Kleidung weiter, ich benutze mein iPhone und mein MacBook wie gewohnt und werde, wenn nötig, auch in Zukunft nicht auf den Kauf vergleichbarer Geräte zurückgreifen. Worum es mir geht, ist Achtsamkeit. Ein Bewusstsein für meine täglichen Handlungen und Konsumentscheidungen, ein stetiges Hinterfragen und dazulernen. Ich möchte niemanden missionieren. Wenn ich mit Freundinnen shoppen bin und die wollen zu ZARA, Monki oder EDITED dann sage ich nicht nein. Dann gehe ich mit rein und berate sie mit Freude. Und alle, die sich für meine Reise durch die Welt des nachhaltigen und fairen Konsums interessieren, lade ich ein, diese hier zu begleitet. Zum Anfang erstmal ein paar Fakten…

Das sind nur ein paar Fakten, die mich besonders beeindruckt haben. Ursprünglich hat mich Madeleine auf ihrem Blog dariadaria auf die Problematik aufmerksam gemacht. Sie hat ihren Blog bezüglich fairer Mode super informativ aufgebaut und ich lasse mich noch jetzt immer wieder von ihr inspirieren.

Für mehr Fakten und Hintergrundinfos kann ich euch außerdem diese Dokus ans Herz legen:

ARD Markencheck (hier zu finden)
Blogger Reality Show “Sweatshop Deadly Fashion” (hier entlang)
The True Cost Movie (mein Favorit, zu finden auf Netflix oder hier)
ZDF Doku “Gift auf unserer Haut” (bitte hier entlang)
ZDF Doku “Die billige Masche von H&M” (da lang bitte)

Und falls ihr lieber lesen wollt, sind diese Seiten super informativ:

Clean Clothes Campaign
Ethical Fashion Forum (ethicalfashionforum.com)

Fair Wear Foundation
Fashion Revolution
Get Changed Fair Fashion Network
Greenpeace Detox Campaign

Das wars soweit von mir, ich hoffe ich kann den einen oder die andere von euch mit diesem Post ein bisschen weiterhelfen. Es geht nicht darum, dass ihr Leben von heute auf morgen umstülpt, sondern vielmehr darum, ein Bewusstsein zu schaffen, was schief geht und wie wir mit einfachen Mitteln dagegen vorgehen können. Dass wir bewusster konsumieren, nochmal unseren Kleiderschrank durchforsten, bevor wir etwas kaufen und dann zu fair produzierter oder Second-Hand-Kleidung greifen.

Wenn euch dieser Post gefallen habt, ihr Fragen habt und noch mehr zu dem Thema lesen wollt, dann lasst mir doch ein Herzchen oder einen Kommentar da, was euch interessieren würde! Bis dahin verbleibe ich,

mit viel Liebe, Glitzer und einem Wochenendsstimmung

2 Comments

  1. Hallo,
    sehr cooler Beitrag! Ich finde es super, dass du auch kritische Beiträge auf deinem Blog veröffentlichst. Ich versuche auch seit einiger Zeit auf Nachhaltigkeit zu setzen. Ich versuche beispielsweise nur noch maximal 3 mal die Woche Fleisch zu essen. Die Weltbevölkerung wird bis 2050 um 35% steigen, damit jeder Mensch keinen Hunger erleiden muss, muss doppelt so viel an Essen produziert werden als heute produziert wird. Wenn man die Weideflächen weltweit in Ackerfläche umwandeln würde, könnte jeder Mensch satt werden. Diese Fakten haben mich um umdenken bewegt.
    Ich glaube auch dass die Textilindustrie langsam einen nachhaltige Entwicklung anstrebt. Wir müssen nur alle einen kleinen Beitrag leisten, nicht immer nur bei Primarkt einkaufen gehen, sondern doch in ein Geschäft, wo ein Shirt nicht 3 Euro kostet, sondern vielleicht 20 Euro.

    Danke das du dich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt!
    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

  2. Das ist ein wichtiges Thema. Bei uns war der Auslöser in Bezug auf nachhaltigeren Konsum zwar eher die Müllsituation, aber im Endeffekt kommt es auf das Gleiche Ziel heraus. Kennst du die Dokumentation „Weggeworfen“ von Jeremy Irons und den Film „Revolution“, die kann ich wirklich empfehlen. Danach möchte man so viel ändern.
    Bei den Arbeitssituationen frage ich mich immer, wie wir wir es wirklich ändern können, denn wenn keiner mehr Zara&Co. kauft, gerät wahrscheinlich einiges in Ungleichgewicht. Also muss wahrscheinlich ein anderer Weg her. Ich habe festgestellt, dass sich immer mehr Fragen auftun, wenn man sich erstmal mit dem Thema beschäftigt. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung zählt und da finde ich viele Projekte unterstützenswert, auch wenn dann oft das Greenwashing ins Rennen geführt wird. Das sollte man von Fall zu Fall entscheiden.
    Ich denke, dass gerade bei Klamotten auf Langlebigkeit und Qualität geachtet werden sollte und Vintage habe ich inzwischen Dank meiner Mami auch lieben gelernt. Wir alle kaufen einfach viel zu viel. Ich bediene mich gern bei Mami, oder wir kaufen uns dann ein Teil gemeinsam. Das spart auch noch unser Geld.
    Oh, jetzt ist mein Text aber lang geworden, naja ist auch ein wichtiges Thema. Ich finde es immer sehr schön, dass sich inzwischen viel mehr Menschen Gedanken machen. 🙂
    LG Charli von https://frischgelesen.de

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