Ich habe schon in einigen Texten anklingen lassen, dass Yoga mir immer wieder hilft, zu mir zu finden. Vor allem in der Zeit letzten Sommer, als ich keine Energie mehr für nichts hatte und meine normalen sportlichen Tätigkeiten außer Frage standen. Wenn du schonmal pfeiffersches Drüsenfieber hattest oder mal eine 92-Jährige beim Treppensteigen beobachtet hast, pack noch eine Ganzkörperpackung Gänsehaut drauf und du kannst dir so ungefähr vorstellen, wie es mir an den meisten Tagen ging. Trotzdem wollte ich natürlich nicht nur zu Hause rumhängen wie ein Wurm. Es gab Tage an denen ich fit war, Tage an denen ich nichtmal (okay, nur ein mal) Gänsehaut hatte. Die meisten Tage hatten eine Sache gemein: ich bin aufgewacht und hatte den Drang anzukommen. Im Tag und in meinem Körper. Und genau hier kommt für mich, auch jetzt noch, Yoga ins Spiel.

Om – Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele
Shanti – Frieden, inneres Gleichgewicht, das Gefühl von Glück und Harmonie, die Befreiung von Ängsten und Konflikten.

Für eine gesamte Yoga-Session hätte die Energie meistens nicht gereicht und außerdem hätte ich auch dann meistens kein Studio zur Verfügung gehabt. Ich hatte vorher schon einige Yoga- und etwa doppelt so viele Pilateskurse besucht, die Grundkenntnis der Bewegungsabläufe war also gegeben. Durch meine jahrelange Erfahrung in Ballett und anderen Tanzstilen, kann ich mir Bewegungsabläufte et cetera gut merken. Aber so ein richtiger Yoga-Pro war (und bin) ich selbstredend nicht!

Wie habe ich unerfahrenes Yoga-Häschen es dann geschafft, mit Yoga in den Tag zu starten – egal ob ich in Italien, Freiburg, Friedrichshafen oder Berlin war? Ein Hoch auf die Digitalisierung kann ich da nur sagen!

The Magic Motivator: Die Yoga-Matte

Ich würde es mir selbst nicht glaube, wenn ich es nicht besser wüsste: es hilft ungemein, wenn man eine Yoga-Matte hat. Nachdem ich ein Yoga-Bild ohne Matte auf Instagram gepostet hatte, erhielt wenige Tage später den folgenden Brief von einer sehr guten Freundin ins Büro:

Ich habe das als Gag interpretiert und mir keine weiteren Gedanken dazu gemacht – bis weitere zwei Tage später ein langes Paket mit meinem Namen bei der Arbeit eintrudelte: eine rosa Yoga-Matte! Und tatsächlich: seit ich diese Matte hatte, ist es mir viel leichter gefallen, mich morgens nach dem Aufstehen einfach vom Bett auf die Matte, statt auf den kalten, harten Boden oder einen kratzigen Teppich zu rollen.

The Teacher: Get your App-Game on

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf Asana Rebel gestoßen bin. Aber die App kam für mich im perfekten Moment, denn ich hatte, wie gesagt, weder genug Energie für 60 bis 90 Minütige Kurse, noch ein geeignetes Yoga-Studio in der Nähe. Asana Rebel bietet verschiedene „Workouts“, die zwischen fünf und maximal 20 Minuten lang sind. Es gibt kostenlose Workouts, die eine kleine Bandbreite von „Flexibility Hangout“ hin zu „Full Body Workout“ bieten und einen kostenpflichtigen Bereich der Routinen mit Titeln wie „Yoga für mehr Creativität“, „Energy Booster“, „Restore and Relax“ oder eben auch „Übungen für besseren Sex“. No kidding.

Mir hat die App ungemein geholfen, da ich, abhängig von meiner Energie, nur eines oder eben mehrere Routinen hintereinander machen konnte und so die ganzen Basics des Yogas kennen gelernt habe.

Wenn man eher nach einer richtigen Yoga- oder Pilates-Stunde für zu Hause sucht, ist die Website beziehungsweise App Gaia mega gut. Hier kann man aus unheimlich vielen verschiedenen Leveln, Lehrern und Stilen wählen und eine ganze Yoga-Stunde mitmachen.

In Berlin habe ich die letzten drei Monate dann viele Kurse und Lehrer ausprobiert und viel dazu gelernt – denn es hat natürlich einen Grund, warum man ganze Fortbildungen und Ausbildungen im Yoga machen kann. Aber da ich jetzt ja wieder zurück in Friedrichshafen bin, bin ich dankbar und froh um die Apps und Dinge, die ich gelernt habe. Meistens mache ich inzwischen gerade die Übungen, die ich glaube zu brauchen und die mir in den Sinn kommen. Zum Abschalten ist es aber tatsächlich auch super gut, wenn dir die Stimme eines Lehrers dich durch die Übungen führt und daran erinnert, deinen Bauch anzuspannen, deine Schultern unten zu Halten und deine Füße im richtigen Moment zu flexen oder zu strecken.

Mir hat Yoga endlich wieder ein gesundes Körpergefühl gegeben. Hier bin ich nur bei mir, achte nicht darauf, was die anderen machen, oder ob ich gerade total bescheuert aussehe. Seit ich entdeckt habe, wie befreiend laute Atmung oder auch die spirituellen Sprüche und Gesänge des Yoga sein können, ist auch das mir kein Stück unangenehm mehr. Ich bin einfach bei mir selbst. Ich mache das, wozu mein Körper sich an dem Tag fähig fühlt. Ich pushe mich, aber höre gleichzeitig in mich rein. Das tut einfach unheimlich gut!

Das habe ich auch beim Shooting für diese – wie ich finde fantastischen – Bilder gemerkt: Zwar bin ich hier (logisch) nicht so richtig in den Flow gekommen, musste aber die Positionen länger als gewöhnlich halten. Constantin hat sich fantastsich viel Zeit genommen, ist um mich rumgesprungen, hat Objektive gewechselt wie ein Weltmeister und hat mit einem bewundernswerten Auge fürs Detail die perfekten Winkel gesucht und mir Anweisungen gegeben! ? Er ist bei uns an der Uni schon nach nur einem Semester der Star-Fotograph – andere seiner Bilder könnt ihr hier und hier auschecken. Ich habe heute noch nicht alle Bilder verbraten – eines durftet ihr ja schon im Valentinstags-Post bewundern. Ich habe viel zu viel Spaß damit, meine Photoshop-Skills an den Bildern auszutoben. Was denkt ihr?

Wie steht ihr zum Yoga? Macht ihr es auch gerne zu Hause und habt ihr euren Lieblings-Stil schon gefunden? Ich bin noch total am rumprobieren!
Oder habt ihr einen anderen Sport gefunden, der euch total zu euch selbst geführt hat? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Mit viel Liebe, Glitzer und Om Shanti!

2 Comments

  1. Hey Tori, es freut mich, dass du deinen Zugang zu Yoga gefunden hast und dieser dir hilft, dich besser zu fühlen. Ich habe letztes Jahr bei einer Freundin trainiert die Yoga unterrichtet hat. Das fand ich ziemlich gut. Nachdem sie jetzt aber nach Tirol ausgewandert ist habe ich somit keine Yoga Stunden mehr. Zwar habe ich es zu Hause desöfteren probiert und habe auch eine Yoga Matte bekommen, aber ich muss dir gestehen, das ist für mich nicht das gleiche. Vielleicht habe ich aber auch noch nicht das richtige Training gefunden.
    Allles Liebe,
    Karo

    https://kardiaserena.at

  2. Liebe Tori,
    Ich muss gestehen: ich habe noch NIE Yoga ausprobiert. Schon fast peinlich, oder? Dabei höre ich so viel gutes und wollte es schon immer mal testen. Gerade, weil ich so viel Streß auf der arbeit habe und es beim entspannen helfen soll.
    Danke für diesen tollen Beitrag.
    Love,
    Tori | https://abouttori.com

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