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Januar 2017

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Fact Friday: Intersectional Feminism

Juhu, mal wieder ein Begriff, der im Englischen einfach besser klingt als im Deutschen. Wobei Intersektionaler Feminismus auch nicht soo unsexy ist, oder? Aber die meisten von euch können wahrscheinlich weder auf Deutsch noch auf Englisch viel anfangen. Dafür habe ich mir den Fact Friday ausgedacht. Ich möchte (wahrscheinlich eher unregelmäßig) Freitags ein kleines Learning mit euch teilen. Wichtige Begriffe und Fakten, die ihr in die Welt tragen, mit denen ihr angeben, über die ihr Schmunzeln oder für euch behalten dürft.

Heute also Intersektionalität. Der Begriff gehört zu diesen spannenden Worten bei denen man sich schlau fühlt, wenn man sie benutzt. Er gehört außerdem zu den Begriffen, die meine Auffassung von Feminismus stark beeinfliussen. Die Google-Suchen nach dem Begriff Intersectional Feminism“ haben sich  seit dem Wochenende folgendermaßen verhalten:

Der perfekte Zeitpunkt also für ein bisschen Aufklärung. Wenn ihr euch also fragt, was intersektionaler Feminismus ist, warum die Leute darüber reden und was in aller Welt das mit euch zu tun hat, seid ihr hier genau richtig. (Und auch wenn ihr euch das nicht fragt, dürft ihr gerne weiter lesen!)

Der Begriff stammt aus den 1980ern, genauer 1989, als die schwarze amerikanische Aktivistin Kimberlé Williams Crenshaw ihn in ihrem Essay „Demarginalizing the Intersection of Race and Sex: A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine, Feminist Theory and Antiracist Politics.” benutzte. Hier nennt sie eine Straßenkreuzung als Beispiel für Identität: Wenn hier ein Unfall geschieht, dann kann man nicht sicher sein, von welcher Straße er kam. Auf die gleiche Art und Weise befindet sich eine schwarze Frau in einer „Kreuzung“, wenn ihre Rechte verletzt wurden. Denn die Verletzung könnten von Geschlechterdiskriminierung oder Rassendiskriminierung kommen.

Das bedeutet, dass man sich – also ich mich – als intersektionale Feministin (oh wie mich Gendern nervt!) nicht ausschließlich für Geschlechterfragen, die Frauen betreffen einsetze. Während der Begriff der Intersektionalität sich ursprünglich nur auf Rassendiskriminierung bezog, hat er sich inzwischen dazu entwickelt, der LGBTQ-Rechte, die Diskriminierung von Behinderten und andere Anliegen, die die Gleichberechtigung aller Menschen untergräbt, mit einzubeziehen. Die Grundidee ist, dass alle Systeme der Unterdrückung sich irgendwo kreuzen – um also ein Problem als ganzes wahrzunehmen, müssen wir alle dazugehörigen Teile mit einbeziehen.

Ich vermute, dass das krasse Wachstum der Google-Nachfragen mit dem Women’s March vergangenes Wochenende zusammenhängt. Denn im Nachgang dieses einmaligen Events haben viele, vor allem schwarze Frauen, sich gegen „White Feminists“ ausgesprochen. Also weiße Feministinnen, die sich für kleinere feministische Themen wie Nippel-Freiheit einsetzen und die großen Probleme, die vor nicht-weiße Frauen betreffen, links liegen lassen. Es ist ein schweres Thema und ich hoffe, dass die Vorwürfe mich nicht betreffen werden – wenn doch, macht mich gerne darauf aufmerksam! Auch wenn der March am Wochenende nicht perfekt war – weil das wahrscheinlich gar nicht so richtig geht – wurde er von vielen Seiten für seine Intersektionalität gelobt. Dafür, dass er nicht nur Frauenrechte, sondern auch „racial profiling“ der Polizei, Diskriminierung der LGBTQ-Gemeinschaft und die Reformation der Immigrationsgesetze thematisierte.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wie ihr Intersektionalität in euren Handlungen und eurem Alltag angehen könnt. Ich habe es mich auf jeden Fall gefragt und war sehr dankbar für die Leitlinien die ich auf Bustle gefunden habe! here we go:

1. Respektiere andere Kulturen

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Eine endlose feministische Debatte ist zum Beispiel die über Kopftücher. Sind sie nun ein Symbol der Unterdrückung oder nicht? Als nicht-muslimisches Mädchen, das sich mit der Kultur nur wenig auskennt ist es nicht an mir, ein Urteil zu fällen. Viele Menschen, nicht nur Feministen haben eine Meinung zu dem Thema, ohne zu wissen, was muslimische Frauen eigentlich dazu sagen oder warum sie sich dafür entscheiden. Es ist okay kulturelle oder religiöse Praktiken zu kritisieren, aber diese Kritik sollte eher von Menschen kommen, die Teil dieser Kultur sind statt von Außenstehenden, die sich nicht auskennen.

2. Unterstütze alle Bewegungen für Gleichberechtigung

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Nach dem Wochenende haben viele Leute ihre Frustration zum Ausdruck gebracht, dass es die Bedrohung der Leben weißer Frauen brauchte, um Amerikaner und menschen weltweit auf die Straßen zu bringen. Weiße Feministinnen hätten etwa bereits „Black Lives Matter“ unterstützen sollen. Hier sind wir wieder beim Vorwurf des „White Feminism“. Um diesem Vorwurf zu entgehen, sollten wir uns also nicht nur für unsere eigenen Probleme interessieren und einsetzen!

3. Sei Inklusiv

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Ich falle wohl in jede Kategorie der priviligierten, weißen Feministin: ich bin weiß, im Moment sogar blond, bin cisgender und (fast sicher) heterosexuell. Ich habe keine Behinderung (außer einer gebrochenen Rippe, aber die behindert mich nicht) und auch sonst einen recht normalen Körperbau. Außerdem komme ich aus einem Akademiker-Haushalt und gehe auf eine Privatuni – na toll! Diese Umstände können schnell dazu führen, dass jemand wie ich andere Gruppen, wenn auch unterbewusst, ausschließt und diskriminiert. Sei es durch Handlungen oder auch nur Sprache. Es scheint  ein gefährliches Terrain zu sein, auf dem ich mich da bewege! Wie wir Fettnäpfchen und ungewollte Diskriminierung umgehen und die verschiedenen Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen besser verstehen können? verrät bustle auch. So können wir uns etwa mit feministischer Lektüre diverser Gruppen auseinandersetzen, Feministen aller möglichen Identitäten auf sozialen Medien folgen und uns durch Reden von intersektionellen Feministen anschauen.

Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen, ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare und Anregungen. Jetzt erstmal ein schönes Wochenende!

Mit viel Liebe, Glitzer und Grl Pwr (intersektional natürlich)

Think Pretty – Positive Energie gegen Winter-Depri

Ich bin als positiver Mensch geboren. Die Lieblingsgeschichte meiner Oma war, wie sie meine Eltern in den 90ern in den USA besucht hat und morgens in mein Zimmer gekommen ist, ich war vielleicht ein Jahr alt, damit meine Eltern weiter schlafen können. Statt, wie ein normales Kind, beim Aufwachen zu schreien, habe ich sie angestrahlt. Gelacht. Dieses Geschichte hat sie mir jedes Mal erzählt. Und auch heute lächle ich noch, wenn ich aufwache. Meistens auf jeden Fall – auch ich habe schlechte Tage.

Aber diese kleine Anekdote spiegelt sehr gut wieder, wie ich bis hierher durchs Leben gelaufen bin: mit einem Lächeln im Gesicht. Mit der Einstellung, dass alles halb so schlimm ist, wenn die Sonne scheint. Und wenn sie gerade nicht scheint, pulsiert in mir die Gewissheit, dass sie auch morgen wieder aufgehen wird. Denn auf Stürme folgen Regenbögen. Trotzdem hat auch mich die Winter-Depression gepackt. Und auch ich bin nicht immun gegen die Realität. Auch ich lag schon heulend und schluchzend in meinem Bett (oder der Korbschaukel am Spielplatz) und war der festen Überzeugung, dass sogar die schönsten Sonnenstrahlen nicht mehr für mich scheinen werden. Und auch ich leide unter der kalten Jahreszeit, der Winter-Depri, wie eine Freundin es nennt.

Es ist also der perfekte Zeitpunkt, mal ein bisschen positive Inspiration in den Raum zu streuen. Denn Negativität führt zu innerer Unruhe, erhöht unseren Stresspegel und raubt uns damit eine ganze menge Energie!

Nichts, was sich nicht ändern lässt

Wahrscheinlich die Grundlage: als positiver Mensch geht man immer davon aus, dass man etwas zum guten wenden kann. Für eine Veränderung brauchen wir häufig in erster Linie einfach eine Veränderung unserer Denkmuster und unserer Einstellung. Es lässt sich mehr über unsere Gedanken steuern, als wir glauben. Trust me!

Es liegt an mir

Als positiv denkender Mensch weiß ich, dass ich mit meinen Gedanken, wie gesagt, eine ganze Menge beeinflussen kann und dass andersrum auch meine Gedanken mich positiv oder negativ beeinflussen können. Statt mich daran aufzuhängen, wie schwer etwas ist, suche ich also Wege, wie ich es bewältigen kann.

Fehler? Halb so schlimm!

Viel zu oft lassen wir uns von kleinen Fehltritten die Laune verderben! Dabei liegt das Vergangene doch schon längst hinter uns und lässt sich nicht mehr ändern. Wir dürfen uns nicht von einmaligen Ausrutschern definieren lassen, sondern sollten versuchen, das Beste daraus zu machen: von ihnen zu lernen!

Challenge Accepted

Viele Menschen meiden Herausforderungen, aus Angst vor Fehlern und dem Versagen. Merkt ihr was? Genau! Nur, wer seine Comfort-Zone verlässt, kann dazu lernen und über sich hinauswachsen. Bei mir war das im Ballett der Fall: War ich in einer Gruppe, die meinem Können entsprach, war ich nicht motiviert, mich noch weiter zu verbessern – ich war ja schon eine der besten. In einer neuen Gruppe waren auf einmal alle besser. Soetwas kann zunächst sehr deprimierend sein, aber ich habe schnell gemerkt, dass das Können der anderen Mädchen mich hochgezogen und motiviert hat, schnell besser zu werden! Inspiration und die Motivation, über sich hinaus zu wachsen gedeihen nur, wenn wir uns selbst herausfordern!

Sei inspiriert!

Für viele bedeutet der Erfolg anderer, dass sie selbst versagt haben. Dabei ist es viel besser, sich von deren Erfolg begeistern zu lassen! Ich sehe das zum Beispiel bei Instagram: Für mich sind die vielen Bilder eine Motivation, eine Inspiration, jeden Tag das Beste aus mir heraus zu holen und übe rmich hinaus zu wachsen. Einige meiner Freunde sehen diese Bilder aber als Belastung, da sie etwas sehen, dass sie – ihrer Meinung nach – nicht erreichen können. Natürlich muss man, gerade bei Bildern, immer mit einer gewissen Portion Skepsis und Abstand an die Sache gehen.

Feedback annehmen

Ich habe es schon oft erlebt, dass Menschen sich nicht richtig trauen, ehrliche Kritik auszuüben und sich entschuldigen, wenn sie es tun. Dabei ist das das Beste, was passieren kann: nur wenn du weißt, was du noch  nicht so gut machst, kannst du es doch verbessern! Versuche also immer Feedback und Kritik konstruktiv anzuwenden! Für mich gibt es nichts größeres, als eine ehrliche Meinung direkt ins Gesicht gesagt zu bekommen. Denn wenn mich jemand beleidigen wollte, würde diese Person es wahrscheinlich eher hintenrum machen, als persönlich!

Das Beste aus Situationen machen

Viel zu häufig lassen wir uns von Situationen nerven, die wir nicht ändern können. Das raubt Energie und macht schlechte Laune, wovon die meisten Sachen nicht besser werden. Für mich ist das wie ein Spiel: egal wie schlecht eine Situation ist – was ist gutes an ihr? Wie kann ich das Beste aus der Lage machen, in der ich gefangen bin?

Auf das Mögliche konzentrieren

Es ist erfüllend, immer sein Bestes zu geben – sofern man sich im Rahmen des Möglichen aufhält. Für eine positive Grundhaltung ist es also ratsam, sich klar zu machen, was möglich ist und sich vom Unveränderbaren gar nicht erst beeinflussen zu lassen. So wird keine Energie darauf verschwendet, sich am Unmöglichen die Zähne auszubeißen und man kann 100% in seine Aufgaben / Ziele / Projekte stecken!

Dream Big

Okay, klar sollten wir im Rahmen des Möglichen denken. Aber auch, wenn es darum geht, uns zu erträumen, was alles möglich ist! Denn große Ziele und Visionen sind ein guter Leitfaden, um sich in eine richtige Richtung zu entwickeln.

Die Welt ist nicht schwarz und weiß

Was das mit Optimismus zu tun hat? Alles. Denn es gibt einen Lichtblick in allen Dingen. Sogar im Berghain ist nicht alles schwarz!

Love thy self

Positive Menschen strahlen Selbstbewusstsein aus. Und auch das hängt mit positiven Denkmustern zusammen. Hier eine Aufgabe: Suche in Menschen, die dir begegenen Schönheit. Gucke dir die Menschen an und überlege dir, was dir gefällt. Nase, Augen, Lächeln, Ohren oder Fingernägel, ganz egal! Und jetzt mach das bei dir selbst. Lenke deine Aufmerksamkeit jeden morgen auf das, was dir gefällt. We interessieren die Fältchen, wenn du so schöne Grübchen hast? Was macht die Narbe schon, dein Lächeln überstrahlt sie sowieso! Diese Übung hilft dabei, einen Blick für die guten Dinge zu entwickeln!

Dankbarkeit

Mit einem Blick für die schönen Dinge im Leben, kommt ein zweites gefühl einher, das Positivität fördert: Dankbarkeit. Durch sie machst du dir bewusst, wie gut es dir eigentlich geht und lernst, auch die kleinen Dinge zu schätzen!

Ich hoffe diese kleine Gedankenparade hilft dem einen oder der anderen von euch, die dunkle Jahreszeit ohne schwerwiegende Depri-Phasen zu überstehen! Habt ihr noch weitere Tips und Tricks, wie ihr die negativen Gedanken los werdet?

Mit viel Liebe, Glitzer und positiver Energie,

Let’s get started: GRL PWR

Ich bezeichne mich selbst als Feministin. Ich arbeite für ein Frauenmagazin, das Emanzipation in den Mittelpunkt stellt. Ich kann keine „normale“ Frauenzeitschrift aufschlagen, ohne mich über sehr viele Punkte zu echauffieren. Bei Hausarbeiten und Projekten suche ich mir Themen wie die Historie der Frauenbewegung, die ultracoolen Riot Grrls oder die soziale Konstruiertheit von Monogamie. Ich sehe nicht ein, warum ich in irgendeiner Dimension meines Lebens zurückstecken sollte, weil ich eine Scheide habe. Weil Tampons mit 19% Mehrwertsteuer belegt sind, Kaviar mit 7%. Warum ich weniger Geld verdienen soll, weil mein Körper die Option hat, meinen Bauch zu dreifacher Größe anschwellen zu lassen. Einfach nein.

Gleichzeitig liebe ich die Farbe rosa und alles was glitzert. Ich gehe regelmäßig zum Waxing. Ich habe eine große MakeUp-Sammlung und verlasse das Haus selten ungeschminkt. Ich drücke mich über meinen Style aus und lasst mich bloß nicht von meiner Schuhsammlung anfangen! Ich lasse mich zum Essen einladen und mir die Tür aufhalten. Abseits kann ich zwar erklären, Fußball langweilt mich trotzdem. Ich lasse mir beim Tragen meiner Koffer helfen.

Für viele Menschen passen diese zwei „Persönlichkeiten“ nicht zusammen. Eine Feministin soll Männer hassen und die Weltherrschaft der Frauen an sich reißen wollen. Sie soll sich keine Gedanken um ihr Aussehen machen. Newsflash:

Aber was will ich jetzt eigentlich mit diesem Post von Euch?

Auch heute, angekommen im Jahr 2017 werde ich noch schräg angeguckt, wenn ich mich als Feministin „oute“. Warum? Weil doch schon alles gut ist! Weil wir den Feminismus nicht brauchen. Hä, wie jetzt? Diese Diskussionen sind endlos und endlos anstrengend. Denn: wenn ein Mensch eine Meinung hat, dann hält er (oder sie) sich normalerweise recht beharrlich an ihr fest. Und schlimmer: wenn ein Mensch etwas nicht sehen will, dann sieht er es auch nicht. Feministen wird daher häufig vorgeworfen, dass sie Probleme schaffen wo keine sind. Das ist falsch: durch die „Feministische Brille“ erkennt man Probleme, für die man vorher nicht sensibilisiert war. Was für Probleme das sind, habe ich diese Woche in einem Artikel bei Edition F begonnen zusammen zu fassen. Unter dem Titel Post-Feminismus? Oh nein, wir haben noch verdammt viel zu tun habe ich einen Teil meine Anliegen und Beweggründe dargelegt und im Schreibprozess gemerkt: Wenn ich mich nicht selber stoppe, dann finde ich so schnell auch kein Ende. Je mehr ich schrieb, desto mehr Perspektiven, Sichtweisen, Geschichten und tatsächliche Probleme eröffneten sich mir. In Deutschland und im Rest der Welt.

Die Reaktionen auf den Artikel waren fast durchgehend ermutigend und positiv. Einige bedankten sich sogar. Nur einer bezichtigte mich, oder den Feminismus, einer „großen Lüge“. Aber auch das stachelte mich an, mich jetzt hier hinzusetzen und eine neue Kategorie bei Simpletwentysomething einzuführen: GRL PWR.

Hier möchte ich alles, was mir zum Thema Gleichbereichtigung durch den Kopf geht fest halten. Erlebnisse sammeln. Inspiration teilen. Geschichten erzählen. Damit vielleicht sogar meine Eltern irgendwann verstehen, weswegen mir dieses Thema so sehr am Herzen liegt.

Das klingt gut? Dann erzählt mir doch in den Kommentaren, was ihr gerne lesen wollt. Oder wollt ihr selber Dampf ablassen? Dann schreibt mir ne Mail! Ich bin voller Vorfreude auf diese Kategorie und hoffe, dass es euch ähnlich geht 🙂

Mit viel Liebe, Glitzer und Girl Power!

17 Fragen für 2017

Was ein Start ins Jahr! Heute war ich fast 10 Stunden unterwegs, um von Freiburg nach Berlin zurück zu kommen. Mit zweieinhalb Stunden Schlaf nicht gerade ein Traum vom Glück. Eigentlich sollte ich schon längst im Bett liegen, weil ich morgen schon wieder arbeiten muss. Aber natürlich habe ich noch ein bisschen in Blogs rumgestöbert und bei Julia von Mammilade noch eine so schöne Idee gefunden, dass ich jetzt doch noch ein bisschen was tippen will.

Julia hat sich 17 Fragen für 2017 ausgedacht, denen ich mich hier jetzt annehmen will.

1       2017 wird…?

Abenteuerreich. Ich werde mindestens vier mal umziehen, nirgendwo länger als vier Monate sein. Ende Januar verlasse ich Berlin für Friedrichshafen, je nach Klausuren verlasse ich den Bodensee Im Mai oder Juni für Freiburg, den Sommer werde ich hoffentlich in den USA verbringen und im September gehts zurück an die Uni.

2       Das neue Jahr begann…?

Mit der Erfüllung eines Großteils meiner Vorsätze: Ich hatte einige meiner Lieblingsmenschen um mich, habe getrunken, getanzt als gäb’s kein Morgen mehr und war unvernünftig. Richtig gelesen: Alkohol, Spaß, Tanzen und Unvernunft stehen auf meiner Liste!

3       Ich freue mich auf…?

Jedes neue Abenteuer!

4       Ich freue mich weniger auf…?

Die Tage an denen meine Gesundheit mich einholt, an denen ich mich selbst aus den Augen verliere und mein Kopfchaos überhand nimmt. Oh, und auf den Stress der Prüfungsleistungen.

5       Ein erstes Mal in 2017…?

Werde ich eine Prüfungsleistung schieben. Okay, langweilig. Werde ich mit 21 Jahren in den USA sein.

6       Wünsche, die ich mir erfüllen werde…?

Einen Sommer in den USA verbringen, das Land entdecken und meine journalistischen Fähigkeiten ausbauen. Und wahrscheinlich das ein oder andere Paar Schuhe, wie ich mich kenne…

7       Das möchte ich neu (er)lernen…?

Viel zu viele Dinge! Ich möchte viel mehr Yoga machen und ich möchte mein italienisch verbessern. Ich möchte lernen unbeschwerter zu werden und öfter locker lassen zu können und auf Dinge, Situationen und Menschen zu verzichten, die mich runter ziehen.

8       Das bleibt…?

Die Menschen die mich hochheben und mein Leben verschönern. Meine neu gefundene Selbstliebe, mein Spaß an gutem (allergiegerechten) Essen.

9       Meine Urlaubspläne…?

Auch hier wieder: Amerika! Meine Familie plant endlich mal wieder einen gemeinsamen Urlaub. Außerdem möchte ich mit meinem Freund weg fahren und mir die Zeit für viele schöne Wochenendtrips nehmen.

10       Das werde ich in 2017 (ver)ändern…?

Ich werde mir nicht mehr zu viele Gedanken machen und hoffentlich auch mal meinen Kopf ausstellen können. Ich werde öfter tanzen gehen, beziehungsweise seltener schlapp machen und – ich wiederhole mich – auch mal wieder unvernünftig sein.

11       Was ich in 2017 mal jemandem sagen werde…?

Danke.

Meine Meinung.

Die Wahrheit.

12       Ein Projekt für das neue Jahr…

Ich glaube simpletwentysomething ist a good place to start

13       Mein Motto oder weise Worte für 2017…?

It’s not about the ending, but about the story.

She’s mad but she’s magic. There’s no lie in her fire.

14       Das Jahr 2017 als Farbe…?

Türkis.

Nachdem Google mir verraten hat, dass die Farbe für Ausgeglichenheit, Ehrlichkeit, Kommunikation und Selbstbewusstsein ausstrahlt, bin ich mir damit sogar sicher.

Und ein bisschen Rosa darf natürlich auch nicht fehlen.

15       Ein Lied(text), der zum neuen Jahr passt…

Why you waiting on the world for a favor?
This is your life go ahead and change it
You’re the brightest star in the sky
But no one’s gonna know if you never shine
Why you waiting on someone else?
To give you the things that you want yourself, oh
You’re the brightest star in the sky
So go ahead and shine, yeah, go ahead and shine

16       Was ich 2017 lesen werde oder lesen möchte…?

Viele spannende Bücher die meinen Horizont erweitern, mich aber vor allem fesseln.

17       Das nehme ich an Gedanken/ Inspirationen/ Ideen aus 2016 mit…?

Yoga. Ich habe es in einem anderen Post schon erwähnt, dass ich erst dieses Jahr zu diesem Sport gefunden habe. Er hat mir geholfen, mich und meinen Körper wieder so zu akzeptieren, wie wir nunmal sind und mir mehr Zeit für mich zu nehmen. Auf mich acht zu geben, weil meine Gesundheit kostbar und schneller angegriffen ist als ich bisher glauben wollte.

Was haltet ihr von den Fragen? Für mich haben sie diesem verkaterten Sonntag einen runden Abschluss gegeben und mich nochmal in mich gehen lassen. Ich fühle mich motiviert und bestärkt, 2017 zu einem Jahr zu machen, in dem ich ehrlich mit mir selbst bin und mehr auf mich statt auf äußere oder innere Erwartungen höre. Und und und…

Was haltet ihr von den Fragen? Und von meinen Antworten? Ich wünsche euch einen fantastischen Start in ein erfolgreiches und abenteuerreiches 2017!

Mit viel Liebe, Glitzer und leicht verkatert

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